Dürfen Hunde Eier essen?

Dürfen Hunde Eier essen?

„Ich gebe meinem Hund einmal in der Woche ein Ei – das ist gut fürs Fell!“ Ich weiß nicht, wie oft ich diese Aussage schon gehört habe. Viele Hundebesitzer (ich mittlerweile auch), füttern ihren Fellnasen einmal in der Woche ein Ei– natürlich für ein prächtig glänzendes Fell. Die einen Fütterns roh, die einen schwören nur aufs Eigelb, weil das Eiweiß für den Hund angeblich nicht verträglich ist. Wieder andere lassen den Hund direkt das ganze Ei wegschlabbern. Und manchmal darf es auch ein bisschen Schale sein.

Aber wer hat jetzt eigentlich Recht? Dürfen Hunde überhaupt Eier essen?

Um auf diese scheinbar stetig präsente Preisfrage eine Antwort für mich und Shae zu finden, habe ich mich mal ein bisschen umgehört.

Salmonellen auf dem Ei und innendrin

Wie wir schon von unserem Menschendasein wissen, ist das mit den Eiern immer so eine Sache.  Das Stichwort sind Salmonellen. Die kleinen Bakterien machen sich auf der Schale der Eier breit. Manchmal aber auch im Inneren des Eis. Während frische Eier meist unproblematisch sind, können ältere Eier – besonders im Sommer, wenn es warm ist – uns und unserem Darm richtig Spaß bereiten. Daher sind wir im Sommer besonders bei Speisen, die rohe Eier enthalten, vorsichtig. Doch wie ist das beim Hund. Dessen Speiseplan und Verträglichkeiten sehen ja gleich wieder ganz anders aus!

Das Gelbe vom Ei?

Eier enthalten viele essentielle Fette und Aminosäuren sowie fettlösliche Vitamine. Letztere sind vor allem im Eigelb enthalten. Zusätzlich enthalten Eier besonders viel Cholesterin und Lecithin. Diese Inhaltsstoffe unterstützen den Stoffwechsel des Hundes, seine Zellbildung und das Muskelgewebe.

Insbesondere die Fette können dafür sorgen, dass das Fell der Hunde richtig schön glänzt.

Grundsätzlich kann man wohl sagen, dass Eier für den Hund gut sind. Aber in welcher Form? Ist es egal, ob ich meinem Hund sein Ei roh oder gekocht füttere, das Eigelb, das Eiweiß oder gleich beides – mit Schale?

Rohes Ei für Hunde – kein Problem oder Gift?

Im rohen Eiweiß ist das Biotin bindende Avidin enthalten. Biotin, auch bekannt als Vitamin H, ist ein essentieller Bestandteil der Hundenahrung. Erhält der Hund zu wenig Biotin, leidet also an einem Biotin Mangel, dann kann sich das sehr negativ auf seine Gesundheit auswirken. Bindet das Avidin des rohen Eiweis das Biotin, ist dies einer gesunden Ernährung also nicht zuträglich.

Das rohe Eigelb kann Salmonellen enthalten. Diese befinden sich eigentlich auf der Eischale, die eine Barriere bildet, damit die Salmonellen eben nicht ins Innere eindringen können. Werden die Eier jedoch nicht richtig gelagert oder sind einfach nicht frisch, dann können die Salmonellen aber auch ins Eigelb gelangen. Beim Kochen werden die Salmonellen übrigens abgetötet, was uns zum gekochten Ei bringt.

Der Frische-Test

Du kannst natürlich auch testen, ob Eier frisch sind, ohne gleich selbst am rohen Ei zu schlabbern.

Wenn du das Ei in ein Wasserglas legst und es geht unter, dann ist es frisch. Stellt es sich auf, ok. Schwimmt es ganz oben, dann lass die Finger davon! Und auf jeden Fall die Schnauze deines Hundes!

Wie funktioniert das? Im Ei befindet sich eine kleine Luftkammer, aber auch Wasser. Je älter das Ei ist, desto mehr Wasser verdunstet. Die Luftkammer wird also größer und das Ei treibt im Wasserglas nach oben.

Auch beim aufgeschlagenen Ei kannst du sehen, ob es noch frisch ist. Denn nur wenn das Eigelb noch gewölbt ist und Eigelb und Eiweiß nicht sofort verlaufen, dann ist mit dem Ei alles in Ordnung.

Gekochte Eier

Anders als die rohen Eier, enthalten gekochte Eier kein Avidin. Und auch die Salmonellen Gefahr hat sich durch das Erhitzen weitegehend erledigt. Hunde dürfen also gekochte Eier essen! Nicht nur das, sie sind sogar, mit all den guten Fetten, Aminosäuren und Vitaminen, eine wichtige Nährstoffquelle und können sich positiv auf den Stoffwechsel auswirken. Deshalb sind gekochte Eier teilweise auch in Hundefutter enthalten.

Eierschalen für Hunde

Dann gibt es ja noch die Schale. Eierschalen sind reich an Kalzium. Ganz egal ob Eierschalen vom gekochten oder rohen Ei – sie sind eine natürliche Kalziumquelle für den Hund. Damit unsere Fellnase das Kalzium verwerten kann, müssen die Schalen klein gemahlen sein. Je kleiner, desto besser. Mit Mörser, Mixer oder Kaffeemühle zerkleinert, können die Schalen unter das Futter gemischt werden.

Fazit: Darf mein Hund Eier essen?

Die Frage ist wohl beantwortet: Ja, Hunde dürfen Eier essen. Wer wirklich auf Nummer Sicher gehen möchte, der sollte seinem Hund keine rohen Eier verfüttern. Ich habe mich nach meiner Recherche dazu entschieden, Shae weiterhin einmal in der Woche ein rohes Eigelb zu füttern. Jedoch achte ich darauf, dass das Ei möglichst frisch ist. Selbst gerade erst im Supermarkt gekauft, habe ich dafür zwar nie eine 100%ige Garantie, aber ich möchte den Teufel auch nicht an die Wand malen. Bisher hat sie es immer gut vertragen und ich habe da keine Bedenken. Eiweiß bekommt sie jedoch nicht und auch im Hochsommer werde ich es mir wohl zweimal überlegen, ob ein Ei auf den Speiseplan kommt oder ich Shae mit etwas anderem verwöhne.

Ich selbst habe Shae noch keine Schalen gegeben, würde für meinen Hund jedoch nur die Schalen gekochter Eier verwenden, da mir die Salmonellen Gefahr bei Schalen roher Eier doch zu groß ist.

Dein vierbeiniger Mitbewohner kann das Ei pur essen, oder du mischst es unters Futter. Ich mische das rohe Eigelb meist ins Nassfutter. Manchmal bekommt Shae aber auch etwas Besonderes von mir „gekocht“, letztens zum Beispiel Rinderhack mit Hüttenkäse. Hierbei habe ich das Eigelb zum Gehacktes gegeben – Shae war begeistert!

Du willst wissen, was dein Hund essen darf und was nicht? Hier geht es zur Liste!

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